Wetzlar, Regensburg, Salzburg: SVD-Schwimm-Armada auf großer Fahrt

Nachrichten aus (fast) aller Welt: In den letzten Wochen waren die SVD-Athleten bei drei großen Wettkämpfen dabei. Die Ein-Mann-Armada Alexander Sengpiel bewährte sich bei den Deutschen Masters-Meisterschaften in Wetzlar, die sechs Jugendliche (und ihr Cheftrainer) stellten sich erfolgreich der Konkurrenz beim internationalen Arena Swim-Meeting in Regensburg. Die zahlenmäßig stärkste Delegation war beim 17. internationalen Masters-Meeting in Salzburg am Start. Dort gab es Gaudi und Erfolg - den schönsten für Regina Frischholz: Sie gewann (unter anderem) über 50 Meter Freistil und erreichte mit 873 Wertungspunkten für ihre Zeit (29,81 Sek.), wofür sie als punktbeste Frau des Wettkampfs mit einer besonderen Trophäe ausgezeichnet wurde.

Alex: Dreimal Top Ten in Wetzlar

Den Anfang dreier starker Wettkampfwochen machte Einzelkämpfer Alexander Sengpiel (AK 45), der Ende April als Solist die Farben des SV Dachau bei den 33. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters über die langen Strecken in Wetzlar vertrat. Bei seinen drei Starts landete er jeweils unter den Top Ten. Über 200 Meter Rücken erreichte er Rang sechs, über 200 Meter Brust wurde er Siebter, über 200 Meter Schmetterling Zehnter, wobei er jedes Mal neue Bestzeiten aufstellte.

Sebi: Vereinsrekord in Regensburg

Ähnlich tolle Bestzeiten-Bilanzen erreichten auch die Youngster beim Arena Swim-Meeting in Regensburg. Sebastian Hanselmann schwamm neunmal - und holte sieben neue Bestzeiten. Über 400 Meter Freistil stellte er außerdem einen neuen Vereinsrekord auf. Hier verpasste er das “Stockerl“ knapp und wurde Vierter. Außerdem wurde er viermal Sechster und einmal Zwölfter in seinem Jahrgang. In der offenen Klasse (Jahrgang 2003 und älter) erreichte er Wertungsyoungster über 50 Meter Rücken den 46. Platz - und war damit acht Ränge besser platziert als sein Chefcoach Michael Posch (Jahrgang 1970) - und 52 Hundertstelsekunden schneller. Auch über 100 Meter Rücken unterlag der Senior dem Junior im Fernduell, um knapp vier Sekunden.
Vier Bestzeiten bei fünf Starts brachte Raffaele Schmidt Soletti (2002) ins Wasser. Seine beste Platzierung war der sechste Rang über 200 Meter Brust. Zudem schaffte er mit einem siebten und einem neunten Rang zwei weitere Top-Ten-Platzierungen. Christoph Hanselmann (2004) ging sechsmal über den Block und stieg in fünf Fällen mit neuen Bestzeiten aus dem Becken des Regensburger Westbades, eine davon führte ihn auf seine beste Platzierung, Rang 22 über 200 Meter Freistil. Eine makellose Weste, was Bestzeiten angeht, konnte Jarno Dürr (2002) vorweisen: vier Starts, vier neue persönliche Rekorde! Seine beste Platzierung führte ihn auf Rang zwölf über 100 Meter Rücken.
Mit Ronja Hinterding (2003) und Lisa Kowarik-Strömer (2000) gingen „nur“ zwei Dachauer Mädchen an den Start. Hinterding schaffte bei drei Starts zwei Bestzeiten und fuhr als beste Wertung einen 17. Rang. Kowarik-Strömer schwamm bei fünf Starts zweimal in die Top Ten ihres Jahrgangs und kehrte auch mit zwei Bestzeiten zurück.

Regina: Punktbeste in Salzburg

Die Teilnahme der Dachauer Masters am Salzburger Masters-Meeting hat eine nette Vorgeschichte. Beim letzten Dachauer Masters-Cup im Februar hatte der Salzburger TV Schwimmen in der Teamwertung Rang zwei belegt - komfortable 11.000 Punkte hinter dem gastgebenden SVD. Dennoch hatten die euphorisierten Salzburger bei der Siegerehrung a) das Ziel verkündet, in Dachau 2018 gewinnen zu wollen und b) die Einladung zu ihrem Masters-Meeting ausgesprochen. Die Teilnahme ließen sich letztlich zehn Dachauer „Golden Oldies“ nicht nehmen - auch um den aufmüpfigen Salzburgern mal in deren eigenem Becken zu zeigen, wo der Bartl den Most holt…
Der Ausflug geriet zum sensationellen Erfolg: Von 72 Dachauer Starts führten nur zwölf NICHT aus Siegertreppchen! Unter den 90 Schwimmern aus acht Nationen (Österreich, Deutschland, Ungarn, Zypern, Bulgarien, Slowakei, Tschechien und Rumänien) fühlten sich die Dachauer im Hallenbad in Rif bei Hallein, nahe Salzburg, wohl wie Fische im Wasser. Die Dachauer siegten 23-mal, es gab zudem 26 zweite und elf dritte Plätze. De facto holte bis auf eine Ausnahme jeder Dachauer bei mindestens einem seiner Einzelstarts einen ersten Platz heraus. Die erfolgreichsten Gold-Hamster waren Michael Posch und Regina Frischholz mit je vier Einzelsiegen bei acht bzw. sieben Starts. Regina Frischholz wurde zudem für ihren Sieg über 50 Meter Freistil und der erzielten Punktleistung als punktbeste Schwimmerin des Wettkampfs ausgezeichnet.
Es gab keine Mannschaftswertung, da hätte der Sieger vermutlich aber SVD geheißen. Beim Wettkampfhöhepunkt, einer Gaudi-Staffel, bei der die Staffelschwimmer zwei Schwimmflügelchen und ein T-Shirt an den Folgeschwimmer übergeben mussten, führte eine geniale T-Shirt-Wechseltaktik beinahe zum Sensationserfolg, am Ende fehlte nur knapp eine halbe Sekunde zum ersten Platz. 
Für den SVD in Salzburg am Start: Rewgina Frischholz, Wilma Kaspar, Birgit Nasner, Christine Resech, Susanne Schober, David Conway, Sven Höfer, Bastian Patzer, Michael Posch, Jens Waldow.

Jürgen Winzer

 


Holten Top-Platzierungen in Regensburg (von rechts): Christoph Hanselmann, Jarno Dürr, Sebastian Hanselmann, Lisa Kowarik-Strömer und Raffaele Schmidt Soletti mit ihrem Cheftrainer Michael Posch (l.)


Vertrat als Einzelkämpfer die Farben des SVD bei den Deutschen Masters-Meisterschaften in Wetzlar: Alex Sengpiel


Die Dachauer Masters enterten die Salzburger Kogge und fuhren fette Beute ein (v.l.): Michael Posch, Christine Resech. Jens Waldow, Britta Nasner, Sven Höfer, Regina Frischholz, David Conway, Wilma Kaspar, Susanne Schober (nicht im Bild: Bastian Patzer)


Hoch die Tassen! Regina Frischholz wurde als punktbeste Schwimmerin des Salzburger Masters-Meetings ausgezeichnet

 

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